Der Hamburger Volkspark  (Die Arena)

 

Die HSH Nordbank Arena ist das Stadion des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV in Hamburg, das gelegentlich auch für Konzerte und andere Sportveranstaltungen genutzt wird. Bis einschließlich 30. Juni 2001 trug es den Namen Volksparkstadion, bis einschließlich 3. Juli 2007 hieß es AOL-Arena. Die mit Stehplätzen insgesamt 57.000 Zuschauer fassende HSH Nordbank Arena ist ein offizielles Fünf-Sterne-Stadion. Für internationale Spiele, bei denen eine reine Sitzplatzbestuhlung vorgeschrieben ist, werden die unter den Stehplätzen verborgenen Klappsitze benutzt, wodurch sich die Kapazität des Stadions auf etwa 51.750 Plätze verringert.

Geschichte

Geschichte bis 1998

Das erste Stadion im Bahrenfelder Volkspark war das städtische „Altonaer Stadion“, dessen Hochbauten von Gustav Oelsner stammten. Eingeweiht wurde es am 11. September 1925 vor gut 50.000 Zuschauern; ab 1927 fanden hier auch Länderspiele sowie 1928 das Endspiel um die deutsche Meisterschaft (HSV – Hertha BSC Berlin 5:2) statt.

1953 wurde es auf Trümmerschutt wiedererrichtet. Das neue Volksparkstadion war Austragungsort zahlreicher weiterer Länderspiele, u. a. auch bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1974: hier erzielte Jürgen Sparwasser sein unvergessliches Tor zum 1:0 der Deutschen Demokratischen Republik gegen die Bundesrepublik.

 

Umbau 1998

Bis zum Umbau, der im Juni 1998 begonnen wurde und über zwei Jahre dauerte, gehörte die alte Betonschüssel unter den Fußball-Fans zu den unbeliebtesten Stadien Deutschlands, weil in ihrem weiten Rund kaum Stimmung aufkam. Entsprechend einer DFB-Richtlinie wurde der Neubau, eine Stahlkonstruktion, um 90° gedreht, so dass seither die berühmt-berüchtigte Fan-Westkurve nicht mehr existiert, neue Heimat der HSV-Fans ist die Nordtribüne; außerdem bedurfte es zum Bau einer Ausnahmegenehmigung des Luftfahrt-Bundesamtes, weil der Bau in der Haupteinflugschneise des Hamburger Flughafens liegt. Im Zuge dessen wurde 1998 das Stadion auch für eine symbolische Mark vom HSV aus dem Besitz der Stadt Hamburg erworben, es befindet sich seitdem in Vereinseigentum, genauer im Besitz der hundertprozentigen Tochtergesellschaft HSV-Arena GmbH & CO. KG.

AOL erhielt für damals 30 Millionen DM (15,3 Millionen Euro) das Recht, das umgebaute Volksparkstadion ab dem 1. Juli 2001 in AOL Arena umzubenennen. Dieser Vertrag mit dem HSV wurde im Dezember 2005 bis zum Juni 2007 verlängert.

Fußball-WM 2006

Die damalige AOL Arena gehörte als FIFA WM-Stadion Hamburg zu den Austragungsorten der Fußball-Weltmeisterschaft 2006.

 

Namenswechsel 2007

Für die Zeit ab Juli 2007 hat die HSH Nordbank die Namensrechte am Stadion erworben. Demzufolge wurde die Arena zum 4. Juli 2007 in „HSH Nordbank Arena“ umbenannt. Damit wechselt zum ersten Mal der Sponsorenname eines Stadions der deutschen Fußball-Bundesliga.

 

Museum des Hamburger Sport-Vereins

Der Hamburger SV zeigt in einem Museum innerhalb des Stadions die Geschichte und die Erfolge des Vereins.

Das HSV-Museum hat täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. An Heimspieltagen hat das HSV-Museum ab Stadionöffnung bis Spielende nur für Stadionbesucher mit einer gültigen Eintrittskarte für das Heimspiel geöffnet. Außerdem gibt der HSV fast jeden Tag Stadionführungen (nicht bei Heimspielen).